Kirchliches Leben im Lazarus Haus

Wenn man sich erst mal auf die Suche macht, kann man an allen Ecken und Enden lesen, hören, erle­ben, dass das Laza­rus Haus zur Dia­ko­nie gehört und viel tut, dem gerecht zu wer­den.

In den Zeit­schrif­ten- und Pro­spekt­stän­dern im Erd­ge­schoss fin­det sich vie­les an Bro­schü­ren, Monats­blät­tern und Haus­zei­tun­gen von Bethel und Lobe­tal. So hei­ßen die gro­ßen „Fami­li­en“ dia­ko­ni­scher Trä­ger, zu denen auch unser Laza­rus Haus gehört. Dar­in ist viel zu lesen über kirch­li­che Ver­an­stal­tun­gen, christ­li­che Tex­te und vie­le Lebens­äu­ße­run­gen von dia­ko­ni­scher Arbeit.

Unser beson­de­rer Stolz ist die schö­ne, his­to­ri­sche Laza­rus-Kapel­le, die als ältes­ter Teil des Gebäu­de­en­sem­bles an der Ber­nau­er Stra­ße das Herz­stück die­ser denk­mal­ge­schütz­ten Anla­ge ist. Und sie ist kein totes Denk­mal, son­dern sie lebt und jeden Sonn­tag um 10 Uhr ruft die Glo­cke zum Got­tes­dienst.


Im Got­tes­dienst oder bei den Mor­gen­an­dach­ten sind die Laza­rus-Dia­ko­nis­sen gut iden­ti­fi­zier­bar an ihrer Tracht und den Hau­ben. Lei­der gibt es nicht mehr so vie­le wie frü­her und inzwi­schen sind auch alle im Ruhe­stand. Aber sie sind beson­de­re Frau­en, die sich und ihr Leben ganz dem Dienst für Gott und für die Men­schen ver­schrie­ben haben.

Sie haben flei­ßig und fromm mit auf­ge­baut, was die Gegen­wart in Laza­rus fort­lebt: dass Men­schen Auf­nah­me, Annah­me und Unter­stüt­zung erfah­ren, wenn sie nicht mehr aus eige­ner Kraft her­aus ihr Leben gestal­ten kön­nen. In Krank­heit und ins Alter gerät in der Regel jeder Mensch und in Laza­rus tra­gen alle Sor­ge für eine wür­de­vol­le Beglei­tung in die­sen Lebens­si­tua­tio­nen.

Mit Pfar­rer Albrecht und­Pfar­re­rin Win­ter gibt es zwei Men­schen, die theo­lo­gisch und seel­sor­ger­lich im Hau­se tätig sind. Sie kön­nen sich Zeit für Gesprä­che neh­men und beglei­ten Bewoh­ner/-innen und Gäs­te in beson­ders schwie­ri­gen Situa­tio­nen.

Geist­li­ches und welt­li­ches Leben im Ein­klang

Neben den Got­tes­diens­ten und Andach­ten in der Kapel­le gibt es noch eini­ge ande­re Ver­an­stal­tun­gen, wo man zusam­men­kom­men kann und sich mit The­men aus Kir­che und Welt, Glau­be und Leben beschäf­tigt. Über die­se Ter­mi­ne wird regel­mä­ßig infor­miert. Jede und jeder ist will­kom­men.

Musik spielt auch eine gro­ße Rol­le in Laza­rus. Über die Über­tra­gungs­an­la­ge kann in jedem Zim­mer die Orgel­mu­sik gehört wer­den, kann man in sei­nem Zim­mer auf die­se Wei­se an den Got­tes­diens­ten oder Andach­ten in der Kapel­le teil­neh­men oder min­des­tens zuhö­ren und ist auch so Teil der Laza­rus-Gemein­de. Neben dem gesel­li­gen Sin­gen und schö­nen Unter­hal­tungs­mu­sik-Ver­an­stal­tun­gen, die im  Haus orga­ni­siert wer­den, führt unser Laza­rus-Posau­nen­chor regel­mä­ßi­ge Kon­zer­te auf und ist aus den gro­ßen Fes­ten hier gar nicht weg­zu­den­ken.

Hil­fe, Ermu­ti­gung und Erbau­ung – weil Gott will, dass Men­schen für­ein­an­der da sind –, das sind zen­tra­le Anlie­gen im Laza­rus Haus und Wesen von Dia­ko­nie. Alle Mit­ar­bei­ten­den, die hier arbei­ten, bekom­men dies in dia­ko­ni­schen Ein­füh­rungs­ta­gen ver­mit­telt und ler­nen, dass sie als Mensch Teil die­ser unse­rer Kul­tur sind.